Your email was sent successfully. Check your inbox.

An error occurred while sending the email. Please try again.

Proceed reservation?

Export
Filter
Collection
Publisher
  • 1
    ISSN: 1433-8491
    Source: Springer Online Journal Archives 1860-2000
    Topics: Medicine
    Notes: Zusammenfassung Die Beobachtung einer früher stets gesunden, 63 jährigen Patientin, die seit dem 61. Lebensjahr neben den Zeichen einer hypophysär-diencephalen Funktionsstörung das psychopathologische Syndrom des zwanghaften Nachsprechens bot, veranlaßte uns, die Entstehungsbedingungen von Zwangsphänomenen bei Gehirnerkrankungen zu untersuchen. Der morphologische Befund sprach für eine der schnell verlaufenden, atypisch im Stammhirn beginnenden Formen der Pickschen Krankheit, bei der als Besonderheit noch eine ausgedehnte seröse Durchtränkung des Hirngewebes zu verzeichnen war. Die Encephalitisforschung hatte enge Beziehungen zwischen zwanghaft ablaufenden motorischen Funktionen und Läsionen bestimmter Stammhirngebiete ergeben, wie sie Pick schon vor den Erfahrungen der Encephalitisepidemie angenommen hatte. Die Kenntnis der postencephalitischen Wesensänderung bestätigte in vielen Einzelzügen seine Auffassung von den nahen Zusammenhängen striärer Motilitätsstörungen mit bestimmten psychischen Syndromen. Die im Zusammenhang mit dem hirnatrophischen Prozeß beobachteten somatischen und psychopathologischen Phänomene werden von uns zunächst als Ausdruck des hirnatrophischen Prozesses gewertet. Das diesen Erscheinungen zugrunde liegende Phänomen der „Beharrung“, das sich ubiquitär in der Psychologie, Physiologie und Pathologie findet (E. Kahn), zeigtesich hier in seiner organischen „Zuspitzung“ als Wiederholungszwang. Wir fragen nach der Beziehung unserer Beobachtung zur Lehre vom Zwang. Zwangsphänomene können verschiedener Herkunft sein. Wir unterscheiden: 1. Zwänge innerhalb der normalen psychischen Funktionen. 2. Intensitativ gesteigerte Zwänge („Zwangsneurosen“). 3. Zwänge bei körperlich faßbaren Erkrankungen. 4. Zwänge bei den sogenannten endogenen Psychosen. Das hier beobachtete zwanghafte Nachsprechen gehört zur dritten Gruppe. Vor ihrer Erkrankung hatte die Patientin keine Zwangsphänomene geboten. Wir dürfen daher diese Erscheinungen als Symptom der körperlichen Erkrankung auffassen. Zur Frage der Entstehungsbedingungen solcher Zwangserscheinungen vertreten wir folgende Auffassung: es handelt sich bei diesen Zwängen um Phänomene, die bei funktionell oder morphologisch faßbaren cerebralen Störungen auftreten können. Faßt man die Anankasmen abnormer Persönlichkeiten, bei denen wir mit Kurt Schneider die Annahme einer „Krankheit“ verneinen, als „Pathovariation“ im Sinne von O. Vogt auf, so ist es einleuchtend, daß eine solche „Abweichung von der normalen Funktion“ auch durch einen Morbus gesetzt werden kann. Die Funktionsstörung läßt Strebungen wirksam werden, die im gesunden Seelenleben gebremst oder unterdrückt werden. Da eine Veränderung der normalen Funktion sowohl in Phasen der Angst, der überwertigen Sorge, einer starken physischen Erschöpfung, aber auch infolge faßbarer organischer Veränderungen der die Funktion tragenden körperlichen Korrelate denkbar ist, lassen sich alle Zwangsphänomene von der überwertigen Sorge (als normnahes, nur intensitativ gesteigertes Phänomen) bis zum Zwangsdenken beim Blickkrampf oder bei einer Stammgangliensklerose als Varianten einer allerdings sehr komplex zu denkenden Hirnfunktion auffassen. Es handelt sich hier allerdings weder um ein anankastisches Nachsprechen, noch um ein rein motorisch ablaufendes Iterationsphänomen. Wir möchten das beobachtete Syndrom daher zur Gruppe der „primären Zwangstriebe“ zählen, die sowohl als Pathovariation vorkommen (als Stehltrieb, Brandstiftungstrieb, „Dipsomanie“) als auch durch einen somatischen, meist cerebralen Prozeß in Gang gebracht werden können. Das zwanghafte Nachsprechen und der Zwangsantrieb, auch die eigenen Worte nachzusprechen, ist daher ein psychisches Symptom des cerebralen Prozesses, der sich im körperlichen Bereich in der Erscheinung der Fettsucht (einschließlich der übrigen pathophysiologischen Befunde) und auf dem Grenzgebiet zwischen psychischen und somatischen Phänomenen im Symptom der dranghaft enthemmten Freßgier manifestiert. Daß sich der körperliche Prozeß bei seinem Einbruch in die Funktion der Sprache eindrucksvoller und vieldeutiger darstellt als bei den vergleichsweise eindimensionalen, rein somatischen Möglichkeiten, ist bei der Reagibilität und Verwundbarkeit der die „Sprache konstituierenden“ Funktionen verständlich und entspricht ihrem hohen Stellenwert in der Ordnung der psychophysischen Phänomene.
    Type of Medium: Electronic Resource
    Signatur Availability
    BibTip Others were also interested in ...
  • 2
    Electronic Resource
    Electronic Resource
    Springer
    Journal of molecular medicine 28 (1950), S. 719-720 
    ISSN: 1432-1440
    Source: Springer Online Journal Archives 1860-2000
    Topics: Medicine
    Type of Medium: Electronic Resource
    Signatur Availability
    BibTip Others were also interested in ...
  • 3
    ISSN: 1432-1440
    Source: Springer Online Journal Archives 1860-2000
    Topics: Medicine
    Notes: Zusammenfassung Es werden Untersuchungen mitgeteilt über den Einfluß des Veritols auf die Zirkulationsgröße des gesunden Menschen. Nach Veritol findet sich eine erhebliche Steigerung des Herzschlagvolumens, das bis auf das Doppelte ansteigen kann. Die Wirkungsdauer ist sehr günstig; sie erstreckt sich bei intramuskulärer Injektion, die man bei therapeutischer Anwendung wohl als Methode der Wahl bezeichnen kann, bis auf 11/2 Stunde. Mit der Erhöhung des Herzschlagvolumens geht einher eine Blutdrucksteigerung und meist auch eine Verlangsamung der Herzschlagzahl. Die letztere ist wahrscheinlich als Ausdruck einer Selbststeuerung des gesunden Organismus zu betrachten, der auf dem Wege über die Blutdruckzügler die Herzschlagzahl senkt. Die Blutdrucksteigerung ist. zum Teil durch Erhöhung des peripheren Widerstandes bedingt. Die Elastizität des arteriellen Windkesselsystems wird trotz der Blutdrucksteigerung nahezu konstant gehalten.
    Type of Medium: Electronic Resource
    Signatur Availability
    BibTip Others were also interested in ...
  • 4
    ISSN: 1432-1440
    Source: Springer Online Journal Archives 1860-2000
    Topics: Medicine
    Type of Medium: Electronic Resource
    Signatur Availability
    BibTip Others were also interested in ...
  • 5
    ISSN: 1432-1912
    Source: Springer Online Journal Archives 1860-2000
    Topics: Medicine
    Type of Medium: Electronic Resource
    Signatur Availability
    BibTip Others were also interested in ...
  • 6
    Electronic Resource
    Electronic Resource
    Springer
    Lung 93 (1939), S. 531-536 
    ISSN: 1432-1750
    Source: Springer Online Journal Archives 1860-2000
    Topics: Medicine
    Notes: Zusammenfassung Es wird über klinische Untersuchungen an Lungentumorkranken u. a. berichtet, welche einen früher begonnenen Versuch, die Krebsfrühdiagnose durch eine kleine provokatorische Röntgendosis zu verfeinern, fortsetzen. Diese Strahlenreizdosis kann unter Umständen später einmal kleiner als die bei einer sorgfältigen diagnostischen Exploration übliche Strahlendosis sein, bzw. man kann die für die Diagnostik sowieso erforderliche Strahlendosis zugleich für die serologische Diagnostik auswerten. Die Ausschläge z. B. der Senkungsreaktion — der hier mitgeteilte erste Abschnitt unserer Untersuchungsreihe erlaubt durchaus noch nicht, für die diagnostische Praxis schon etwas Maßgebliches sagen zu können — sind zunächst nur charakteristisch für das Carcinom bei recht hohen Röntgendosen, welche lediglich angewandt werden dürfen, wenn die Operation bzw. die therapeutische Bestrahlung ernsthaft und für sofort ins Auge gefaßt ist. Gerade für derartige Situationen und für frühe Stadien des Carcinoms ist eine unbedingte Zuverlässigkeit der jeweils angewandten Reaktion erforderlich, welche in wirklich frühen Stadien bisher nicht gewährleistet ist und vielleicht eben nur durch eine provokatorische ernsthafte Reizdosis oder eine andere Provokation erreicht werden kann. Wir dürfen nicht vergessen, daß in den frühen, uns klinisch am meisten interessierenden Stadien des Tumors bestimmte Abweichungen im Tumorchemismus mengenmäßig so gering sind, daß sie im Gesamtorganismus bzw. im Blut nur schwer zu erfassen sein werden. Die maßgeblichen Krebsreaktionen müssen hinsichtlich ihrer Brauchbarkeit mehr als bisher an ganz frühen Tumoren geprüft werden. Die Möglichkeit, durch Frühoperation ernsthafte Erfolge zu erzielen, hängt beim Lungentumor — noch mehr fast als bei anderen Tumoren — von der Frühdiagnose ab. Dieses Bestreben, zu einer serologischen Frühdiagnose unter gleichzeitiger Vertiefung der klinischen und diagnostischen Hilfsmittel zu kommen, ist natürlich gegebenenfalls für alle malignen Tumoren in Frage zu ziehen. Wenn bei Tumorverdacht alle sicher bacillenfreien Lungeninfiltrate nach exaktem Ausschließen auch aller übrigen etwa maßgeblichen Erreger (Blutkultur einschließlich der Züchtung von Anaerobiern, Wassermann usw.) und nach Ausschließen von leukämischen Infiltraten, Echinococcus, Lymphogranulom, Infarkt, Interlobärempyem und von Tumoren, welche in die Lunge hineinmetastasieren, also sowieso i. a. nicht mehr operabel sind, früh den oben berührten, serologischen und auch allen jeweils indizierten physikalischen Kontrollen (Tomographie, Bronchoskopie, Bronchographie, Thorakoskopie evtl. mit Probeexcision) unterzogen werden, wird die Zahl der aussichtsreichen Frühoperationen bei Lungentumoren sicher bedeutender sein als bisher.
    Type of Medium: Electronic Resource
    Signatur Availability
    BibTip Others were also interested in ...
  • 7
    ISSN: 1435-2451
    Source: Springer Online Journal Archives 1860-2000
    Topics: Medicine
    Type of Medium: Electronic Resource
    Signatur Availability
    BibTip Others were also interested in ...
Close ⊗
This website uses cookies and the analysis tool Matomo. More information can be found here...