Your email was sent successfully. Check your inbox.

An error occurred while sending the email. Please try again.

Proceed reservation?

Export
  • 1
    Electronic Resource
    Electronic Resource
    Springer
    Chromosoma 3 (1950), S. 357-392 
    ISSN: 1432-0886
    Source: Springer Online Journal Archives 1860-2000
    Topics: Biology , Medicine
    Notes: Zusammenfassung und Schluß 1. Nach den sehr zahlreichen aus der cytologischen Literatur vorliegenden Arbeiten besitzen die meiotischen Meta- und Anaphasechromosomen einen Doppelwendelbau. 2. Eigene Untersuchungen im Zusammenhang mit der Doppelbrechung der Chromosomen machten die Existenz einer solchen Struktur sehr unwahrscheinlich. Aus diesem Grunde wurde das Problem am klassischen Objekt der Tradescantia virginica eingehend studiert. 3. Die Kleinheit und Empfindlichkeit der Strukturen verlangte besondere Untersuchungsmethoden: Lebenduntersuchungen von PMZ im Phasenkontrastmikroskop waren ausschlaggebend für alle weiteren Präparationsmethoden. Sie zeigten, daß eine schonende Vorbehandlung der PMZ vor ihrer Fixierung zu einer klaren Darstellung der Chromosomenstrukturen von größter Wichtigkeit ist. PMZ-Ausstriche wurden in KE untersucht oder mit andern Mitteln fixiert, mit Kristallviolett gefärbt und zu Dauerpräparaten verarbeitet. Bei der Anwendung des Mikroskops wurde angestrebt, seine Leistungsfähigkeit möglichst auszunützen. Alle wichtigen Beobachtungen wurden mikrophotographisch festgehalten (zirka 2500 Aufnahmen). 4. Die Prüfung eines sehr umfangreichen lebenden und fixierten Untersuchungsmaterials ließ in Meta- und Anaphasechromosomen der ersten meiotischen Teilung den geforderten Doppelwendelbau nicht erkennen, dagegen wurden Ohromatiden mit Chromomeren beobachtet, die eine einfache, große Schraube bilden. Im Metaphasechromosom sind im ganzen vier Chromatiden als Fäden sichtbar; im Anaphasechromosom dagegen zwei Chromatiden, die aber ihrerseits bereits wieder in zwei Fäden gespalten sind (Halbchroniatiden). Die Richtigkeit dieser Beobachtung wurde bewiesen durch: a) das Verhalten der Chromatiden und Chromomeren in verschiedenen optischen Schnitten, mit spezieller Berücksichtigung der Schärfentiefe des Mikroskops; b) die Anwendung einseitig schiefer Beleuchtung, wobei das maximale Auflösungsvermögen und ein Azimuteffekt ausgenützt werden. 5. Der in der Literatur angegebene Doppelwendelbau wurde durch Untersuchung verschiedener Chromosomenartefakte zu erklären versucht. Dabei zeigte sich, daß Veränderungen auftreten, die bei unsachgemäßer Untersuchung als Kleinschrauben gedeutet werden können — bestmögliche Ausnützung der optischen Hilfsmittel und vorsichtige Auswertung der Beobachtungen ergab aber, daß auch diese Kunstprodukte niemals mit einem Doppelwendel zu verwechseln sind. 6. Mit vorliegender Arbeit ist eindeutig bewiesen, daß ein Doppelwendelbau, wie er für die meiotischen Chromosomen von Tradescantia bisher beschrieben worden ist, nicht existiert, daß dagegen in der einfachen Schraube Chromomeren wie in der frühen Prophase der ersten meiotischen Teilung vorhanden sind, die bei anderen Autoren zur Theorie des Doppelwendelbaues Anlaß gaben.
    Type of Medium: Electronic Resource
    Signatur Availability
    BibTip Others were also interested in ...
Close ⊗
This website uses cookies and the analysis tool Matomo. More information can be found here...