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    ISSN: 1435-702X
    Source: Springer Online Journal Archives 1860-2000
    Topics: Medicine
    Notes: Schlußfolgerungen a) Falls eine einen Durchmesser von 1 mm Länge enthaltende Wunde in der zentralen Partie einer herausgenommenen Rinderhornhaut erzeugt wurde, auf die Wunde mittels eines Papierstreifens starke Säuren, wie Schwefelsäure, Salpetersäure, Salzsäure usw. in genügender Menge gestrichen wurden und dieses Aufstreichen mit einstündigen Zwischenräumen 4–5mal wiederholt wurde, trat immer eine ganz gleiche scheibenförmige Hornhauttrübung wie bei der menschlichen Keratitis disciformis auf. b) Die Tatsache, daß bei der Entstehung dieser auf der herausgenommenen Hornhaut hervorgerufenen Trübung eine Beteiligung von Zellfunktionen wie Zelleninfiltration ausgeschlossen ist, dürfte uns zeigen, daß auch das klinische Bild der menschlichen Keratitis disciformis ebenfalls ohne Mitbeteiligung von Zelleninfiltrationen auftreten kann. c) Die mittels der lokalisierten Ätzung durch starke Säuren usw. auf der herausgenommenen Hornhaut hervorgerufene spezifische scheibenförmige Trübung wird dadurch verursacht, daß diese aufgestrichenen Säuren, Spaltprodukte von Eiweiß und andere Produkte typisch nach demLiesegangschen Gesetz diffundieren, sodann innerhalb dieses Diffusionsgebietes die Fällungsringe von Stromaeiweiß entstehen lassen und endlich durch die Ansammlung dieser Ringe die scheibenförmige Trübung erzeugen. d) Das klinische Bild der menschlichen Keratitis disciformis, welches mit dem der Hornhaut bei diesem Experiment völlig übereinstimmt, muß von dem gleichen Prozesse herrühren, indem die von den in die Hornhaut eingedrungenen Mikroorganismen produzierten sauren Substanzen usw. in der gleichen Weise diffundieren, die gleichen Eiweißfällungsringe entwickeln und endlich die scheibenförmige Trübung hervorrufen. Deshalb muß dieses klinische Bild zwar alsLiesegangsche Erscheinung primär von einem physikochemischen Prozeß erzeugt werden, dann aber wandern dort sekundär die Rundzellen ein. c) Beim lebenden Kaninchenauge wurde diese scheibenförmige Hornhauttrübung ebenfalls binnen 4–5 Stunden durch die in kurzen Zwischenräumen mehrmals durchgeführte Aufstreichung von starken Säuren und anderen Reagenzien hervorgerufen. In diesem Fall wurde bei der Mikroskopie der getrübten Hornhaut keine Zelleninfiltration wahrgenommen, was uns bestätigt, daß dieses klinische Bild primär durch die Eiweißfällungsringe verursacht wird, worauf dann Zellen sekundär einwandern. f) Falls zu diesen Versuchen die fixierte Hornhaut genommen wurde, trat keine scheibenförmige Trübung ein, so daß die genannte Erscheinung ganz gewiß zu den physiko-chemischen gehört.
    Type of Medium: Electronic Resource
    Signatur Availability
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